News Büromarkt Wien

07. 10. 2008

Keine Krise bei Büroimmobilien in Wien

Ausgehend von den USA hat sich die Krise des Immobilienfinanzsektors auch auf Europa ausgeweitet. Sie betrifft in Österreich insbesondere börsennotierende Immobiliengesellschaften, deren Aktien oder Zertifikate starke Kursverluste hinnehmen mussten und die aufgrund von Liquiditätsengpässen Projekte im CEE-Raum gestoppt haben. Der Büromarkt in Wien hingegen ist von dieser Krise bisher nicht betroffen.

Die Nachfrage nach Büroflächen seitens der Unternehmen ist weiterhin stark und aus den bisherigen Vermietungszahlen kann abgeleitet werden, dass heuer bis zum Jahresende wiederum 350.000 bis 400.000 m² Büroflächen vermietet werden. Die 2008 neu auf den Markt kommenden großen Bürohäuser (siehe unser News-Artikel vom 5.3.2008) sind teilweise bereits zur Gänze vermietet oder weisen schon hohe Vermietungsgrade auf.

Vor diesem Hintergrund ist auch der aktuelle Baubeginn einer Reihe von großen Büroobjekten zu sehen. So wurde zum Beispiel vor kurzem in der Bürostadt TownTown der Bau der „Company Buildings“ 03 und 04 mit zusammen rd. 27.000 m² gestartet, am Handelskai bei der U6- und S-Bahnstation erfolgte der Baubeginn des ca. 46.000 m² großen Bürohauses „Rivergate“, am Flughafen wurde mit der Renovierung und dem Neubau des insgesamt 25.000 m² großen „Office Park 3“ begonnen und am Westbahnhof ist im Rahmen der neuen Bahnhofscity der Bau eines insgesamt 13.000 m² großen Bürohauses in Angriff genommen worden. Lediglich der Baubeginn des „DC 1 Tower“ auf der Donauplatte (insgesamt ca. 86.000 m²) wurde bisher mehrmals verschoben.

Wiener Bürohäuser sind auch bei Investoren nach wie vor begehrt: Schon bei Baubeginn im August wurden die erwähnten TownTown Gebäude CB 03 und 04 an den deutschen Endinvestor Commerz Real Invest verkauft. Credit Suisse engagierte sich erstmals am österreichischen Immobilienmarkt und erwarb das Green Park Center am Wienerberg.

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