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Bürobeschäftigte favorisieren Arbeitgeber mit modernen Büroflächen

Für einen gut ausgestatteten Arbeitsplatz würde jeder zweite Arbeitnehmer sogar schlechtere Bezahlung in Kauf nehmen. Das ergab eine Forsa-Umfrage unter Bürobeschäftigten im Auftrag der HIH Hamburgische Immobilien Handlung.

Demnach würden sich 50 Prozent der Befragten bei der Entscheidung zwischen zwei Jobangeboten für den Arbeitsplatz mit der besseren Ausstattung entscheiden, selbst wenn das Alternativangebot mit einer besseren Bezahlung verbunden wäre. Bei den Beschäftigten unter 35 Jahren würden sogar 60 Prozent eine entsprechende Entscheidung fällen. Immerhin 16 Prozent aller Befragten wären beim Thema Ausstattung sogar zu größeren Abstrichen beim Gehalt bereit.

Ausstattung des Arbeitsplatzes und Lage der Arbeitsstätte sind aber nicht nur wichtig, um neue Arbeitnehmer zu gewinnen, sondern auch, um Mitarbeiter an das eigene Unternehmen zu binden. So gaben 27 Prozent der im Rahmen der HIH-Studie befragten Bürobeschäftigten an, dass bei ihrem letzten Jobwechsel die Arbeitsplatzausstattung oder der Standort oder beides ausschlaggebend für den Wechsel waren. Auch hier ist der Wert bei den jungen Arbeitnehmern mit 34 Prozent besonders hoch.
„Der Wettbewerb um die besten Köpfe läuft vermehrt auch über das Arbeitsumfeld und die Aufenthaltsqualität. Das gilt gerade im Hinblick auf jüngere Beschäftigte“, folgert Ken Kuhnke, Leiter Vermietungsmanagement bei der HIH.

Großraumbüros werden nicht nur akzeptiert, sondern teilweise sogar ausdrücklich gewünscht, vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern. Ein wesentliches Wohlfühlkriterium ist eine möglichst geringe Belastung durch Stressfaktoren – zum Beispiel Lärm. Für mehr als vier Fünftel der Befragten ist dieser Punkt wichtig oder sehr wichtig. Deutlich mehr als die Hälfte räumt der guten Gebäudeausstattung und der Nähe zu Versorgungsmöglichkeiten wie Geschäften oder Apotheken hohe Bedeutung ein.

(Text aus Hamburger Abendblatt, abendblatt.de, 07.05.2012)

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