Wiener Büromarkt News

Büromarkt Wien, 3. Quartal 2011: Die größten Büroanmietungen

Die Nachfrage nach Mietbüros lag im 3. Quartal 2011 mit ca. 80.000 m² auf dem Niveau des Vergleichszeitraumes 2010. Verglichen mit den ersten beiden Quartalen des Jahres 2011 lässt sich eine leichte Steigerungstendenz erkennen (1. Quartal ca. 50.000 m², 2. Quartal ca. 60.000 m²). Der erhoffte deutliche Aufschwung am Wiener Büromarkt aufgrund der guten Wachstumsraten der österreichischen Wirtschaft im zweiten Halbjahr 2010 und ersten Halbjahr 2011 lässt allerdings auf sich warten.

Die größten Büroflächennachfrager waren zuletzt folgende Firmen:

ca. Anmietung – Mieter – Objekt

11.000 m² – Verkehrsbüro – 1020, Lassallestraße 3
10.000 m² – Post AG – 1030, Dietrichgasse 17-25
8.500 m² – Baxter – 1220, DC 1 Tower, Donaucity
8.700 m² – Schweißtechnik – 1030, Franz Grill Straße 1
6.900 m² – Verfassungsgerichtshof – 1010, Renngasse 2
6.500 m² – Verbund – 1150, Bahnhof City Wien West
6.000 m² – Der Standard – 1030, Vordere Zollamtstraße 13
3.500 m² – Semper Constantia Privatbank – 1010, Hessgasse 1
3.400 m² – Coca Cola – 1120, Euro Plaza, Wienerbergstraße
3.400 m² – Constantia Flexibles – 1200, Rivergate, Handelskai
3.000 m² – Xerox – 1020, Viertel Zwei, Trabrennstraße
2.000 m² – A1 Telekom – 1110, Marximum, Modecenterstraße
1.900 m² – Universität Wien – 1090, Porzellangasse 4

Hauptsächlich Übersiedelungen
Diese Großanmietungen sind hauptsächlich Übersiedlungen von anderen Objekten und auch bei vielen mittelgroßen Anmietungen handelt es sich in erster Linie um Umzüge, meist verbunden mit effizienterer Flächennutzung und geringerem Flächenbedarf in den neuen Objekten.

Leicht erhöhte Leerstandsrate
Die frei werdenden Büroflächen kommen in der Regel wieder auf den Markt und erhöhen die Leerstandsrate. Diese wird von den Büromaklern zurzeit auf ca. 6,3 % geschätzt – bei einem Gesamtbestand von ca. 10,7 Millionen m². Das entspricht in absoluten Zahlen einer Büroleerstandsfläche von ca. 674.000 m². Einige der Büroobjekte, aus denen Mieter ausziehen werden jedoch umgenutzt (insbesondere im 1. Bezirk zu Wohn-, Hotelzwecken), sodass der Effekt auf die Leerstandsrate abgeschwächt wird.

Einen Effekt auf die Leerstandsrate hat natürlich auch der Büroflächenzuwachs. Dieser ist bedingt durch die Finanz- und Wirtschaftskrise in den letzten Jahren und den damit zusammenhängenden restriktiven Finanzierungsentscheidungen der Banken zurzeit sehr verhalten. Im Jahr 2011 kommt nur rund 150.000 m² neugebaute bzw. –renovierte Bürofläche auf den Markt, von der auch ein Teil bereits vorvermietet ist. Auch die Neuflächenproduktion im Jahr 2012 (das sind schon in Bau befindliche Objekte) wird sich auf ähnlichem Niveau bewegen. Es ist somit eine weitgehende Stabilität am Büroflächenmarkt in Wien gegeben, die auch die Mietpreise weitgehend unverändert lassen wird.

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